Osterrad – die Ostertradition neben dem Osterfeuer

dpa/ Patrick Lux

Der Brauch zu Ostern, ein Osterrad anzuzünden und einen Hügel runter zu rollen, erfreut sich in vielen ländlichen Regionen Deutschlands heute immer noch großer Beliebtheit. Vor allem in Norddeutschland und im Harz ist das Osterrad als Brauch häufig vertreten. Ein bekannter Ort, der seit einigen Jahren bekannt für die Durchführung dieser Attraktion zu Oster ist, heißt Lügde und liegt in Nordrhein-Westfalen.

Diese Tradition ist weit über 2.000 Jahre alt, findet direkt am Ostersonntag statt und erinnert durch die Gestalt der „brennenden Sonnenscheibe“ an den heidnischen Sonnenkult.

 

Die Tradition des Osterrades

Ein Holzrad wird mit Stroh ausgekleidet und in Brand gesteckt. Dieses Osterrad kann bis zu 1,60 Meter groß und 100 kg schwer sein. Somit wird das brennende Rad, zur Freude aller, einen Hügel runtergestoßen. Doch diese Tradition dient nicht die dem Vergnügen am Ostermontan. Mit dem Herunterrollen ist auch eine Vorhersage verbunden: Kippt das Rad, soll die Ernte schlecht werden, rollt es gerade runter, kann mit guter Ernte gerechnet werden. Somit hoffen wir auch in diesem Jahr, dass das brennende Osterrad ohne Probleme den Hügel runterrollen wird.

 

Da Anfeuern und Jubeln bekanntlich hungrig  machen können, bieten sich kleine Snacks für den traditionellen Abend bestens an. Wie wäre es beispielsweise mit herzhaftem Börek mit Spinat und Schafkäse oder einem leckeren Napfkuchen? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.