Ostern in Spanien

Die heilige Woche

Die Tage zwischen dem Palmsonntag und dem Ostersonntag werden heilige Woche (Semana Santa) genannt, in der auch die Osterprozessionen stattfinden, mit denen an die Leiden von Jesus Christi gedacht und erinnert werden sollen. Bei diesen Prozessionen verkleiden sich die Heiligen und ziehen durch die Straßen und stellen mit Hilfe von Heiligenfiguren, Musik und Schauspiel den Leidensweg und die Auferstehung von Jesus nach (Via Dolorosa).

Luis Francisco Pizarro Ruiz / Pixabay

Osterbräuche

Osterbräuche in Spanien weisen ebenfalls im Vergleich zu denen in Deutschland einige Unterschiede auf. In einigen Regionen des Landes werden Lieder (Caramelles) gesungen, für die die Sängerinnen und Sänger verschiedene Lebensmittel geschenkt bekommen. In anderen Regionen werden Strohpuppen als Symbol Judas mit Feuerwerkskörpern befüllt und letztendlich verbrannt. Des Weiteren werden Osterpicknicke veranstaltet.

Wie in Deutschland es ebenfalls zum Osterfest getan wird, erinnert man sich am Gründonnerstag in Spanien immer an das letzte Abendmahl, am Karfreitag an die Kreuzigung, am Samstag an die Grabesruhe und am Ostersonntag dann an die Auferstehung.

Osterfestmahl

Auf einer fest gedeckten Ostertafel sind neben Lamm, Fisch, Tomaten auch spanische Teigtaschen zu finden. Dabei stellt „La Mona“ das klassische Ostergebäck dar. Die Besonderheit dieses Gebäcks ist, dass in den Kuchenteig ein hartgekochtes Ei eingebacken wurde, welches vor dem Verzehr an der Stirn der Freundin oder des Freundes angeschlagen werden soll.

Festliche Ausflüge

Am Ostermontag oder auch am Dienstag finden Las Romerías statt. Dies sind Ausflüge, bei denen die Gläubigen zum Schrein des Heiligen pilgern.