Ostern in Norwegen

Im Vergleich zu Deutschland dreht sich das Osterfest in Norwegen eher weniger um Ostereier, Osterhasen oder Auferstehung. Zu Ostern (norwegisch: påske) wird die freie Zeit in diesem nordischen Land eher anders genutzt. Es gehört zur Tradition, zu Ostern die Ski-Saison abzuschließen und ein letztes mal Ski zu fahren. Zu einer ausgiebigen Skitour gehören daher eine Kanne Tee, Orangen und Kvik Lunch (ein norwegischer Snack). Sollte das Wetter allerdings zu Ostern zu schlecht sein, bleibt man zu Hause und liest bzw. schaut einen Krimi. Auffällig ist dabei, dass die Erscheinungszahlen von Krimis kurz vor den Osterfeiertagen besonders hoch sind.

markusliebe / Pixabay

Mit dem Palmwochenende (palmehelgen) beginnt die Osterzeit und demnach auch die 14-tägigen Ferien. Am Palmsonntag gibt es im ganzen Land spezielle Gottesdienste mit Palmprozessionen. In Nordwegen werden ab dem Gründonnerstag (Skjærtorsdag) alle Geschäfte geschlossen. Aus diesem Grund wird dieser Tag auch umgangssprachlich Sverigedag (Schwedentag) genannt, weil an diesem Tag viele Menschen in das Nachbarland Schweden zum Einkaufen fahren.

Ostersymbolik

Trotzdem versteckt am Ostersonntag (1. Påskedag) der Osterhase in Norwegen die Ostereier. Diese Tradition wurde in den letzten Jahrzehnten erst aus Deutschland etabliert. Allerdings ist das traditionelle Ostersymbol in Norwegen nicht der Hase, sondern das Küken. Dementsprechend sieht man häufig zur Osterzeit eher Schneeküken in den Skigebieten aufgestellt. Im Vergleich zu den Schoko-Ostereiern werden aus Deutschland in Norwegen eher große Pappostereier mit süßem Inhalt versteckt.

Osterschmuck

In Norwegen werden ebenfalls die Häuser österlich hergerichtet. Dabei darf ein mit bunten federn geschmückter Birkenzweig (påskeris) nicht fehlen.

Alles in allem kann zusammenfassend gesagt werden, dass zu Ostern nicht die Auferstehung Christi, sondern eher das Erwachen der Natur gefeiert wird.

God påske!