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Urbi et Orbi

 

Der Begriff Urbi et Orbi bezeichnet den apostolischen Segen des Oberhauptes der Katholischen Kirche, der während besonderer liturgischer Hochämter entsendet wird. Papst Franziskus erteilt diesen Segen – neben dem Segensausspruch bei Amtsantritt – zweimal im Jahr zum Weihnachts- und Osterfest.

Seit dem 13. Jahrhundert wird der Urbi et Orbi Segen versendet. Während der heiligen Messe versammeln sich die Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom, um den Segen vom Papst zu empfangen. Dort hält dieser das Hochamt ab und spricht den Urbi et Orbi Segen zu den Pilgern.

 

Was bewirkt der Urbi et Orbi Segen?

Der apostolische Segen vermag, dass Gläubige, die ihre Sünden ehrlich bereuen, Ablass all ihrer Sündenstrafen erhalten. Dazu müssen die glaubenden Christen nicht mal auf dem Petersplatz anwesend sein, sondern können auch lediglich aus der Ferne via „neuer Kommunikationsmittel“ zuhören.

Der Heilige Vater Franziskus gewährt allen hier versammelten Gläubigen und jenen, die seinen Segen durch das Radio, durch das Fernsehen und durch die neuen Kommunikationsmittel empfangen, einen vollkommenen Ablass nach den von der Kirche vorgeschriebenen Regeln.

Der Segensspruch wird auf vielen verschiedenen Sprachen ausgesendet, damit die Gläubigen auf der ganzen Welt sich angesprochen fühlen und somit ein allumfassendes Gemeinschaftsgefühl entsteht.

 

Was heißt eigentlich Urbi et Orbi?

Das Wortspiel Urbi et Orbi stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „der Stadt“ (Dativ von urbs) und „dem Erdkreis“ (Dativ von orbit). Der Papst wird hierbei als Oberhaupt von Rom und der Katholischen Kirche angepriesen. Durch die wörtliche Übersetzung von „dem Erdkreis“ kann hier auch die ganze Welt als Bezugspunkt eingesetzt werden.