Foto: dpa/ David Ebener

Passionsspiele

Was sind Passionsspiele? Warum ist die Passion gerade zu Ostern ein beliebtes Schauspiel?

Passionsspiele sind christliche Theaterstücke, die das Leiden und Sterben Jesu Christi künstlerisch nachzeichnen. Der Leidensweg Jesu Christis bis hin zum Tod beinhaltet 14 Leidensstationen, die zum Osterfest als Passionsspiele besonders in katholisch geprägten Gegenden wie Bayern aufgeführt werden. Die bekanntesten Passionsspiele in Deutschland sind die Spiele in Oberammergau.

 

Passionsspiele zur Osterzeit

Die Passionsspiele umfassen mehrstündige oder gar mehrtägige Aufführungen. Besonders häufig wurden diese Stücke zur Osterzeit aufgeführt, die sich schwer nur von den Osterspielen unterscheiden lassen. Seit dem Mittelalter wurden diese Stücke am Karfreitag aufgeführt, da die Nähe zum Leben und Wirken bis hin zum Tod Christis in Anlehnung an die Evangelien nachgespielt werden.

Theatralisch steht dabei die Rede dem Gesang gegenüber und wechselt das Modi von belustigend bis hin zu beängstigend, wobei auch die Kunstform der Pantomime gern verwendet wird. Nach der Reformation wurden weitläufig die biblischen Stellen aus dem Passionsspiel gegen ein moralisierendes Erzählkonzept ersetzt. Nur einige Passionsspiele wie in Bayern, Tirol wie auch in den Alpen behielten den mittelalterlichen Duktus bei.