Foto: dpa/ David Ebener

Osterhase

Was wäre Ostern ohne den Osterhasen? Dem Brauch folgend bemalt der ungewöhnliche Eierlieferant die Ostereier selbst. Am Ostersonntag hoppelt er von Garten zu Garten, um die bunten Eier sowie weitere kleine Geschenke und Süßigkeiten im Grünen zu verstecken. So wird es wenigstens den Kindern erzählt.

Warum ein Osterhase?

Die Eiersuche selbst ist seit etwa dem 16. Jahrhundert belegt. Der Osterhase kam allerdings erst viel später ins Spiel. Je nach Region variierten die tierischen Ostereier-Bringer: So wurden die Ostereier in Bayern von einem Fuchs oder Hahn, in der Schweiz von einem Storch, im Tirol von einer Osterhenne und in Thüringen sogar von einem Kuckuck gebracht. Auffällig ist dabei, dass vor allem eierlegende Vögel zu den typischen Oster-Tieren zählten.

Neben Eiern gelten vor allem Hasen als Symbol der Fruchtbarkeit. Die Tiere gehören zu den ersten, die im Frühjahr ihre Jungen zur Welt bringen. Darüber hinaus können Hasenweibchen gleich mehrmals pro Jahr Nachwuchs bekommen – und zwar bis zu zwanzig Junge pro Wurf. Frühling ist generell die Zeit, in der neues Leben entsteht. Kaum verwunderlich, dass die fruchtbaren Langohren heute als Frühlingsboten gelten und damit auch gut in die Osterzeit passen.

Warum bringt der Osterhase die Eier?

Seit es die Suche nach Ostereiern gibt, gibt es Kinder, die dabei über Wiesen rennen, um nach den bunten Eiern und Süßigkeiten zu suchen. Obwohl damals in einigen Regionen Deutschlands vor allem verschiedene Vogelarten als Eierlieferanten galten, wurden diese am Ostersonntag kaum gesichtet. Stattdessen begegnete man einer Vielzahl von Hasen, die aufgeschreckt durch das Spektakel schnell das Weite suchten. Der Gedanke an ein fliehendes Langohr, das beim Eierverstecken erwischt wurde, liegt da natürlich nahe.

Mehr Informationen zur Bedeutung des Osterhasen sowie zum Symbol des sogenannten”Dreihasenbildes” gibt es in dem Text “Die Geschichte des Osterhasen”.