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Kreuzweg

Was ist der Kreuzweg?

Christen beten besonders in der Fastenzeit, in der Karwoche und zu besonderen Anlässen den Kreuzweg. Der Kreuzweg bezeichnet die Andacht vor dem szenisch dargestellten Leidensweg Jesu Christi in Jerusalem von seiner Verurteilung bis hin zum Tod. Man bezeichnet diesen auch als Weg des Kreuzes. Hierbei werden 14 Stationen abgegangen und mit Gebeten beklagt.

Ursprünglich wurden nur die Wallfahrtsorte Golgota und das Haus des römischen Präfekten Pontius Pilatus, in welchem Jesus Christus verurteilt wurde, von gläubigen Christen besucht. Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Kreuzwegsprozession von den Franziskaner-Mönchen eingeführt und die Andachtsstationen nach und nach erweitert. Der Franziskaner-Mönch Antonius bestimmte die 14 Stationen des Kreuzweges wie wir sie heute kennen. In den meisten christlichen Kirchen findet man heute diesen Andachtsweg integriert.

 

Wozu den Kreuzweg beten?

Das Mit-Gehen auf dem Kreuzweg soll dem Gläubigen eine Möglichkeit bieten, sich mit dem Wirken und Leiden Christi zu identifizieren. Die Kreuzweg-Andacht soll die Gläubigen von den eigenen Sünden befreien.

Daher beten gläubige Christen die 14 Stationen des Kreuzweges in der römisch-katholischen Kirche in der Kreuzwegandacht durch. Bestimmte Bibelstellen werden hierbei zitiert und in einem feierlichen Zeremoniell mit Weihrauch begangen.