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Gründonnerstag

Warum heißt der „Gründonnerstag“ eigentlich Gründonnerstag? Theorien darüber gibt es viele. Schriftlich belegt ist nur, dass sich diese Bezeichnung im germanischen Kulturraum seit dem 13. Jahrhundert durchgesetzt hat.

Warum heißt es Gründonnerstag?

Je nachdem, wen man zu dem Begriff „Gründonnerstag“ befragt, bekommt man eine unterschiedliche Antwort. Befragt man einen Theologen, lautet die Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Begriffes „Gründonnerstag“, dass hierbei nicht die Farbe „Grün“ gemeint ist, sondern diese Bezeichnung von dem Althochdeutschen Wort „grinen“ abstammt.  Die Bedeutung soll „klagen“ oder „weinen“ entlehnt sein. Die grüne Farbe spielt als Farbsymbolik in der Bibel weniger eine Rolle und wird im Lukasevangelium 23,31 lediglich als  „grünes Holz“ benannt, was eine Art Erneuerungssymbolik darstellen mag. Sprachwissenschaftler würden den Begriff „Gründonnerstag“ eher auf die Begriffsdefinition der Erneuerung statt der Klage im 14.-16. Jahrhundert „sündenlos“ oder „erneuert“ zurückführen.

 

Warum feiern wir Gründonnerstag?

Gründonnerstag ist laut der christlichen Glaubensrichtung der Tag bevor Jesus Christus am Kreuz stirbt. An dem Vorabend der Kreuzigung Christi gedenkt die christliche Gemeinschaft dem letzten Abendmahl, in dem der Sohn Gottes die Eucharistie feiert, indem er das Brot und den Wein segnet. Als Symbol der Nächstenliebe wusch, laut der Bibelübersetzung, Jesu Christus seinen Jüngern am Gründonnerstag die Füße. Die Fußwaschung an Ostern ist daher ein sehr verbreitetes Brauchtum zu Ostern.